Cherry blossom – dieses Jahr in Central Franconia

Im Herbst habe ich an gleicher Stelle noch „Never say never“ getitelt, jetzt ist der Frühling da und zwischenzeitlich habe ich zwar nicht dramatisch viele Kilometer auf meinen X-Pacer aufgespult, aber der Winter hat meine geschätzte Kette (eine SRAM XX1) dennoch sichtbar mitgenommen. Jetzt ist sie ultraschallgereinigt, wieder neu mit Heißwachs von Silca behandelt und damit nun wirklich wieder gold.

Wenn man schon mal anfängt, ist bei der Gelegenheit gleich der 44er Ritchey WCS Venturemax Carbon montiert sowie die (hinsichtlich der Ergonomie wirklich sehr angenehmen) Sensah Reflex-STI-Bremshebel durch reine Bremshebel ersetzen worden. Womit ich nicht nur breiter und mit mehr Flare unterwegs bin, sondern damit auf dem X-Pacer nun auch den gleichen Lenker wie auf meinem Checkpoint fahre. Mit diesem Lenker nutze ich (neu!) tatsächlich alle Griffpositionen und fahre damit nicht nur in den Hoods, sondern auch in den Drops sowie am Oberlenker (und dort mit den Interrupter Levers). Eingeschlafene Hände gehören dank dem Flex-Vorteil dieses Carbonlenkers sowie auch den vermehrten Griffpositionswechsel der Vergangenheit an. Bingo! Außerdem hat nun der Rückspiegel eine echte funktionale Berechtigung bekommen – man kann ihn jetzt also auch benutzen.

Für dieses Cockpit musste aber nach dann fünf Jahren ein neues Lenkerband her. Nach Cinelli in purple nun ein Brooks in Leder. Das ist (ebenfalls?) „Made in Italy“, von der Dämpfung mit einer Stärke von 2 mm nicht sensationell, aber es fühlt sich sehr angenehm an und erscheint mir vor allem für dieses Rad und diesen Lenker sehr stimmig. Vielleicht hält das für die nächsten 30 Jahre. Und nach diesen 30 Jahren kommt dann stilecht und auch sehr stimmig das Samurai Bar Tape, gegebenenfalls zweilagig mit einer Lage Kork als Basis. Das hatte ich mir für diese Iteration bereits überlegt, aber an das habe ich mich jetzt aber noch nicht „getraut“. 😉

Für diese Umbauten hat die Hinterradbremse leider einen neuen Bremszug gebraucht. Dabei hat sie den Liner verloren und zusätzliche Bremskabel-Housing-Abschlusshülsen bekommen (die sorgen eine bessere Bremskraftübertragung). Zudem ist nun das mit 110mm schmalste Reparatur-Innenlager des Typs BB 993 von YST verbaut und hat die vormals verbaute 116mm-Variante ersetzt (Danke an Patrick Hartmann von deren Vertrieb www.fact-bikeparts.eu für seine Beratung!). Der angestrebte optische Aspekt, dass ich das Kettenblatt auf die richtige Seite hätte montieren können, hat sich als Trugschluss erwiesen – so montiert ist die Kette im ersten Gang leider gefallen. Für die Optik gab’s aber nun zumindest blaue Kettenblattschrauben.

Zuletzt ist beim Sattel mit dem Bontrager Verse Short Trail Elite das gleiche Modell, nun jedoch in einer um einen Zentimeter breiteren Variante als beim letzten Feintuning dieses wunderbaren Rades montiert worden.

Ergebnis: Love it. Die anderen offenen Punkte für den „Maximalst absolutest finalsten Aufbau?“ aus dem Beitrag „Never say never“ bleiben das, was sie sind: offene Punkte. Wie auch das Waschen/Putzen. Und der Ausflug zur Kirschblüte mit meinem X-Pacer. Stay tuned. Japan im April 2025 war diesbezüglich aber schon eine riesengroße Wucht.

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