Im „Save the date: 31.10./01.11.“ habe ich die Werbetrommel für die zwölfte Eroica Japan gerührt. Und dabei gleichzeitig eine eigene Teilnahme ausgeschlossen. Und jetzt habe ich mich doch spontan dafür angemeldet. Also: I will do it again. Which is amazing. Und ich bin seeehr gespannt, ob ich Ende Oktober noch die Kochia-Blüte in dieser dramatischen herbstlichen Färbung im Hitachi-Seaside-Park sehen werde, so wie ich es mir eben habe erstellen lassen (und was damit das erste KI-generierte Bild in diesem Blog ist).
Damit erstmal zurück: Im April 2025 habe ich die Vorjahresausrichtung der Eroica Japan in eine neuntägige Tour von Nara nach Funabashi (eine Stadt zwischen Tokio und Narita mit Bahnanschluss) eingebettet. Und das war alles so dermaßen großartig, das mir ein dafür passender Superlativ für eine adäquate Beschreibung fehlt. Keine Ahnung, ob sich sowas wiederholen lässt. Allein der Thrill des absolut Neuen wird vermutlich nicht mehr da sein. Aber ich freue mich wie Bolle auf diesen nächsten vieldimensionalen Selbstversuch. Denn Komfortzoneverlassen wird das mit Sicherheit auch – aber genau da passieren bekanntermaßen ja die großartigen Dinge.
Damit in das Jahr 2026: Die diesjährige Eroica Japan findet am 31. Oktober und 1. November statt, folgt ein bisschen einem anderen Konzept und ist auch geografisch neu verortet: Nicht mehr die Izu-Halbinsel südwestlich von Tokio ist Schauplatz, sondern die Präfektur Ibaraki nordöstlich der Hauptstadt. Start und Ziel liegen im Eroica Village auf dem Gelände einer ehemaligen Schule in Isozaki bei Hitachinaka. Rund um Start und Ziel entsteht dann wieder eine Hommage an den klassischen Stahlrahmenbau mit Ausstellung, Markt und dem obligatorischen Concorso d’Eleganza. Am Samstag stehen dort die „Reynolds Rides“ auf dem Programm. In den Distanzen 50, 100 oder 150 km (ich habe mich für die mittlere Variante entschieden. Konkret sind das 102 km mit 644 Höhenmetern und vier Hydration Breakes ähh Rest Stops). Da ist grundsätzlich jedes Fahrrad erlaubt, das der japanischen Straßenverkehrsordnung entspricht. Also auch moderne Räder, Scheibenbremsen und sogar E-Bikes. Am Samstagabend folgt mit „Ciao Eroica“ die gemeinsame Abendveranstaltung. Am Sonntag gelten dagegen die klassischen Bici-Eroica-Regeln für die historischen Räder. Was soll ich dazu noch schreiben? Außer dass die Anmeldung noch bis zum 16. Oktober offen ist: #mersichdsi!! Alle Informationen und die aktuellen Strecken zur Eroica Japan gibt es auf der offiziellen Veranstaltungsseite.
Was ich noch nicht habe, ist der Rest der Reise. Also einen Plan, was ich neben der bestimmt wieder epischen Streckenführung meiner 100er Reynolds alles er-fahren möchte. Aber das darf sich vielleicht ja sogar spontan entwickeln, weil ich dort bestimmt auch wieder besondere Menschen treffen werde. Im Moment bin ich also erst bei erstens einer gebuchten Eroica, zweitens mit meinem Checkpoint einem wunderbaren und dafür erprobten Fahrrad (eine X-Pacer-Experience und dann für die große Runde wird es wann anders geben. Das macht man dann doch nicht so ganz spontan) sowie drittens einem fahrradmitnahmetauglichen Flug. Ein hervorragendes Fundament.
Ich werde berichten!
